Der Weihnachtsstern 

Nicht mehr wegzudenken ist der Weihnachtsstern, auch bekannt als Adventsstern, Christstern, Stern der Azteken oder Poinsettie, aus den winterlichen Stuben. Ursprünglich stammt er aus den tropischen Laubwäldern Mittel- und Südamerikas und wird im Wildwuchs bis zu vier Meter hoch. Der Sage nach haben sich die Hochblätter durch die Blutstropfen einer aztekischen Göttin verfärbt, die sich das Leben nahm, nachdem sie an ihrer grossen Liebe zerbrochen war.

Der Weg nach Europa
Anfang des 19. Jahrhunderts wurde die Pflanze vom ersten amerikanischen Botschafter in Mexiko, Joel Roberts Poinsett, in die USA eingeführt. Von ihm stammt auch die Bezeichnung Poinsettie, die in den USA und Grossbritannien geläufig ist. Kurze Zeit später gelangte der Weihnachtsstern auch nach Europa, war aber zunächst nur in botanischen Gärten zu finden.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts etablierte sich die Poinsettie in Kalifornien als „Weihnachtsblume“. Zunächst wurde der Stern als Schnittblume angeboten. Züchtungserfolgen um die 1950er Jahre ist es zu verdanken, dass der Weihnachtsstern heute als Topfpflanze unter den erschwerten Bedingungen auch in geheizten Räumen zurechtkommt.

Syngenta ist mit über 50 Sorten und etwa 30 Prozent Marktanteil in Europa weltweit unter den drei führenden Produzenten von Weihnachtssternen.

Pflegetipps zum Weihnachtsstern
Der Weihnachststern ist eine Zimmerpflanze. Er kommt in diversen Wuchsformen wie Eintrieber, Mehrtrieber oder als Hochstämmchen zum Advent in den Handel, wenn er Blüten angesetzt hat, die von den gefärbten Hochblättern umgeben sind.
Im Frühling (März bis April) kann man ihn in frisches Substrat umtopfen und zurückschneiden. Im Sommer steht er am besten im Freien. Den Ansatz von Blüten kann man im Herbst durch tägliches Abdecken mit einem lichtdichten Gefäss hervorrufen.

Licht: Ein heller, auch sonniger Standort ohne direkte Sonneneintrahlung ist ideal. Auch Halbschatten wird toleriert, aber oft mit Laubfall beantwortet.
Wasser: Man muss ihn ständig leicht feucht halten. Einer der häufigsten Fehler bei der Pflege ist zu reichliches und häufiges Giessen. Weihnachtssterne vertragen zu wenig Wasser generell besser als zu viel Wasser.
Temperatur: Während der Blütezeit sollte die Temperatur zwischen 15°C und 22°C liegen. Bei zu hohen Temperaturen und zu wenig Licht vergilbt der Weihnachtsstern und bekommt gelbe Blätter. Bei zu niedrigen Temperaturen reagiert die Pflanze mit Laubfall. Auch ist die direkte Zugluft durch das tägliche Lüften am besten zu vermeiden.
Düngung: Die Pflanze sollte während der Blüte und wenn sie wächst ein- bis zweimal pro Woche mit einem Volldünger nach Herstellervorschrift gedüngt werden.

Um lange Freude am Weihnachtsstern zu haben, sollte man beim Kauf darauf achten, dass die im Scheitel stehenden kleinen Cyathien, die die eigentlichen Blüten enthalten, noch nicht abgefallen sind.

 

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