Lebensraum für bestäubende Insekten 

Bestäubende Insekten wie Bienen, Schmetterlinge oder Schwebfliegen sind unabdingbar für das Fortbestehen natürlicher Lebensräume und den Erfolg der Landwirtschaft.

Mehr als 80% aller in Europa angebauten Pflanzen sind für ihre Bestäubung direkt von Insekten abhängig. Dies betrifft auch eine Vielzahl an Gemüsen, Obst und Beeren und entspricht einem Drittel der weltweiten Nahrungsmittelproduktion.

In jüngster Zeit ist die Zahl der bestäubenden Insekten markant zurückgegangen, einige Arten sind sogar gefährdet. Gründe dafür sind unter anderem der Verlust an genügend hochwertigen und über die ganze Flugsaison verfügbaren Nahrungsquellen sowie der Mangel an Brutflächen. Insbesondere in der zweiten Jahreshälfte finden die Tiere oft zu wenig Pollen und Nektar, weil viele Pflanzen schon verblüht sind.

Die Bestäubungsleistung der Insekten kann auch mit einem ökonomischen Wert beziffert werden. In Europa beträgt dieser geschätzte sieben Milliarden Schweizer Franken pro Jahr. Weltweit beläuft sich dieser Betrag sogar auf 225 Milliarden Schweizer Franken.

 


      Wussten Sie, dass die Honigbiene das viertwichtigste Nutztier ist?
     
Besonders in der Landwirtschaft werden die Bienen als Bestäuber gebraucht - nach 
      Rind, Schwein und Geflügel ist die  Honigbiene das viertwichtigste Nutztier. Bleibt sie aus,
      sinken die Erträge von Ackerpflanzen. Auch andere Tiere, wie etwa Vögel, sind auf
      Bienen angewiesen. Nur, wenn Pflanzen bestäubt werden, gibt es genug Samen und
      Beeren, von denen sich Vögel ernähren können.

 

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