Das Programm verläuft in zwei Phasen:
In einer ersten Phase werden auf geeigneten Versuchsflächen verschiedene Gräser- und Blumenmischungen getestet, um die für die Bestäuber ergiebigste zu finden. In der Schweiz werden im Frühling 2010 erstmals solche Versuchsflächen mit einer Grösse von bis zu 6 x 50 Metern ausgeschieden und angesät. Am besten eignen sich Flächen an geschützter, sonniger Südlage, etwa neben Feldern, Hecken oder Wäldern. Die Entwicklung der Insektenpopulationen auf diesen Feldern wird von einem unabhängigen Experten wissenschaftlich beobachtet und ausgewertet.
Im Moment bestehen öffentlich zugängliche Pilotfelder bei Agroscope Reckenholz-Tänikon ART in Zürich Reckenholz, im Tierpark Lange Erlen in Basel, auf den Golfplätzen des Migros Golfparks in Otelfingen und des Golfclubs Wylihof in Luterbach sowie an den Standorten von Syngenta in Dielsdorf, Stein, Monthey und Commugny.
In einer zweiten Phase wird die „Schweizer Bienenweide“ für die Landwirte und weitere Partner zugänglich gemacht. Einmal angesät, wird der Blühstreifen über mehrere Jahre und vom Frühjahr bis in den Spätsommer blühende Pflanzen beherbergen. Syngenta legt grossen Wert auf die Ausbildung der Teilnehmenden und die Begleitung während des Programms.
Wussten Sie, wie die Arbeit in einem Bienenstock unterteilt ist und wie Honig
entsteht?
Honigbienen leben in einem Staat. Dieser besteht aus einer Königin, den männlichen
Drohnen und den Arbeiterinnen. Die Königin legt als einzige Eier, etwa 2‘000 Stück pro Tag.
Die unterschiedliche Fütterung der Larven entscheidet, ob sich daraus Königinnen oder
Arbeiterinnen entwickeln. Aus den unbefruchteten Eiern bilden sich Drohnen. Die
Lebensdauer der Königin beträgt drei bis vier Jahre.
Für den Honig sorgen die Arbeitsbienen. Mit ihren speziellen Mundwerkzeugen nehmen sie
den Nektar aus den Blüten auf. Er wird im Honigmagen umgewandelt, im Bienenstock von
Biene zu Biene weitergegeben und in seiner Konsistenz so eingedickt, dass er schliesslich
in den Waben eingelagert wird.