Forschung und Entwicklung
Innovation in Forschung und Entwicklung beschleunigt

Syngenta setzt neue Industriestandards
in Innovation und der Zeitspanne bis zur
Markteinführung. Mit einer starken,
dynamischen Pipeline in den Bereichen
Crop Protection und Seeds bietet
Syngenta Landwirten gezielte Lösungen.
Forschung und Entwicklung (F&E) sind
Kerntätigkeiten von Syngenta. Durch ihre
Innovationsstärke kann Syngenta den
sich ständig ändernden Bedürfnissen
landwirtschaftlicher Märkte gerecht werden.
Unsere rund 4000 Mitarbeitenden in
F&E suchen kontinuierlich nach neuen
und besseren Wegen, die Qualität und
die Erträge von Nutzpflanzen auf der
ganzen Welt zu erhöhen. Im vergangenen
Jahr hat Syngenta 830 Millionen USD in
F&E investiert, rund 9 Prozent des
Umsatzes.
Crop Protection und Seed Care
Syngenta verfügt über eine gut gefüllte
Pipeline, deren Projekte alle Produktlinien
abdecken und bis über das Jahr 2012
hinaus reichen. Das geschätzte Umsatzpotenzial
der Pipeline wurde im Laufe
des Jahres erhöht und liegt derzeit bei
über 2 Milliarden USD. Das neue Insektizid
DURIVO™ erhielt die erste Zulassung
in Indonesien und wird im Jahr 2008 in
etlichen Ländern in den Markt eingeführt,
darunter auch in den USA. Im Januar
2008 hat Syngenta eine Absichtserklärung
mit Rohm and Haas zur Entwicklung
und Vermarktung der Invinsa™1-Technologie
unterzeichnet. Invinsa™ ist ein
einzigartiges Produkt, um Feldkulturen
gegen Pflanzenstress zu schützen. Das
Martkpotential wird auf über 500 Millionen
USD geschätzt.
1 Invinsa™, ein Warenzeichen von AgroFresh
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Neuausrichtung und Beschleunigung
Die F&E-Standorte von Crop Protection befinden sich in Jealott’s Hill, Grossbritannien,
und in Stein, Schweiz. 2007 zog die
chemische Forschung von Basel in das
nahe gelegene Stein, wo neben den Biologiegebäuden
des Standorts ein moderner
Chemielaborkomplex eröffnet wurde.
Der Umzug fördert die Zusammenarbeit
sowie den Ideenaustausch zwischen Wissenschaftlern
beider Disziplinen.
Zur neuen Forschungseinrichtung gehört auch ein Seed Care Institut, ein Kompetenz- und Schulungszentrum für Saatgutbehandlung, Applikation und Saatguttechnologie. Dadurch kann Syngenta ihren Kunden massgeschneiderte Lösungen anbieten, die ihnen das volle Potenzial ihres Saatguts erschliessen.
Im Jahr 2007 hat Syngenta die Umgestaltung ihres internationalen Netzwerks von Feldstationen fortgesetzt. So kann ein optimales Spektrum an Nutzpflanzen sowie Klima- und Bodenbedingungen abgedeckt werden. Die Arbeit in der Entwicklung umfasst auch die sorgfältige Vorbereitung für eine spätere Vermarktung. So wurden z.B. bei der Entwicklung von AVICTA® zur Anwendung in Mais umfangreiche Bodenanalysen zur Beurteilung der Befallsniveaus vorgenommen.
Studien im Rahmen der Produktentwicklung werden von Syngenta zunehmend an Partner auf der ganzen Welt vergeben. Dadurch kann das Unternehmen von verschiedensten Fähigkeiten profitieren, die an die lokalen Bedürfnisse und Bedingungen angepasst sind. Dies erhöht die Flexibilität und die Geschwindigkeit der Entwicklungsprogramme. Studiendesign und die Expertise für die Zulassung bleiben als interne Funktionen erhalten, um sicherzustellen, dass Syngenta die immer strikteren behördlichen Anforderungen auf der ganzen Welt erfüllen kann.
Durch diese Anpassungen wird Syngenta in der Lage sein, Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Dies ist ein entscheidender Parameter für die F&E von Syngenta. Traditionell benötigte die Agroindustrie etwa ein Jahrzehnt, bis ein neuer Wirkstoff in der Landwirtschaft eingesetzt werden konnte. Syngenta reduziert die Zeit von der Forschung bis zur Markteinführung um ein bis zwei Jahre, indem z.B. Feldversuche nicht hintereinander, sondern parallel durchgeführt werden. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Marketing erlaubt es Syngenta, die Studien von Anfang an auf eine klare Produktpositionierung hin zu fokussieren.
Ein beachtlicher Erfolg ist die schnelle Zulassung von REVUS®. Im Jahr 2007 hat Syngenta dieses Kartoffelfungizid erstmals verkauft, nachdem das Entwicklungs- und Zulassungsprogramm neue Standards für die Geschwindigkeit in der Agroindustrie gesetzt hatte.
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Biotechnologie beschleunigt Innovation
in Saatgut
Im Bereich Seeds erreichte die F&E im
Jahr 2007 einige wichtige Meilensteine in
der Pflanzenbiotechnologie. Die US-amerikanische
Umweltschutzbehörde genehmigte
die Kombination zum Schutz vor
dem Maiswurzelbohrer und dem europäischen
Maiszünsler in Maissaatgut
(Double-Stack). Durch diese Zulassung
ist Syngenta auch in der Lage, ihr Triple-Stack-Maissaatgut mit zusätzlicher
Glyphosat-Toleranz auf den Markt
zu bringen.
In Brasilien erteilten die Zulassungsbehörden die Genehmigung für Bt11-Mais, den ersten gentechnisch veränderten Mais von Syngenta in Brasilien. Fortschritte wurden auch bei der nächsten Generation von Traits zum Schutz gegen Insekten erzielt. MIR162-Mais mit eingebauter Resistenz gegen Schadschmetterlinge wurde für die behördliche Zulassung in den USA, Kanada, Mexiko, Japan, Brasilien und zahlreichen anderen Ländern eingereicht.
Syngentas Mais-Amylase wurde 2007 in Anlagen zur Biotreibstoffproduktion getestet. Amylase ist ein Enzym, das erstmals in Mais eingezüchtet wurde. Es ist wichtig für die Umwandlung von Mais in Bioethanol und verspricht, die Herstellung zu vereinfachen sowie die Treibstofferträge pro Hektar zu erhöhen. Das Beratungsverfahren der amerikanischen FDA zur Nahrungs- und Futtermittelsicherheit wurde erfolgreich abgeschlossen.
Durch die Optimierung des Wasserbedarfs von Pflanzen könnte ein wichtiger Beitrag zur Schonung lebenswichtiger Ressourcen geleistet werden, insbesondere für wasserintensive Kulturen wie Mais. In zehnjähriger Forschungsarbeit ist es Syngenta gelungen, die zur Wasseroptimierung notwendigen Gene zu identifizieren. Forscher von Syngenta nutzen heute eigene Gene von Mais sowie Gene von Pflanzen aus Trockengebieten, um Traits zur Wasseroptimierung zu entwickeln. Syngenta beginnt jetzt, diese Traits unter verschiedensten Feuchtigkeitsbedingungen in Nord- und Südamerika zu testen.
Ausbau des Kooperationsnetzwerks
Das unternehmenseigene biotechnologische
Forschungszentrum Syngenta Biotechnology
Inc. (SBI) befindet sich in
Research Triangle Park im US-amerikanischen
Bundesstaat North Carolina. Darüber
hinaus arbeitet Syngenta auch mit
zahlreichen externen Partnern in Unternehmen
und akademischen Einrichtungen
zusammen.
Im Jahr 2007 wurde die Liste unserer Kooperationen um zwei wichtige Partnerschaften erweitert. Syngenta hat eine fünfjährige Zusammenarbeit mit dem Institut für Genetik und Entwicklungsbiologie in Peking begonnen. Es gehört zur Chinesischen Akademie der Wissenschaften und ist eines der führenden biotechnologischen Forschungsinstitute Chinas. Die Kooperation ist fokussiert auf die Identifizierung und Entwicklung neuartiger ertragssteigernder Traits, z.B. Dürreresistenz in Kulturen wie Mais, Soja, Weizen, Zuckerrüben und Zuckerrohr. Diese werden nicht nur für China, sondern auch für andere Agrarmärkte der Welt entwickelt und dort von Syngenta vermarktet.
Syngenta ist ferner eine neue Forschungskooperation mit der Technischen Universität von Queensland eingegangen. Sie zielt darauf ab, Zuckerrohrbagasse mithilfe von Enzymen in Biotreibstoff umzuwandeln. Diese Partnerschaft ergänzt eine ebenfalls 2007 mit Verenium (vormals Diversa Corporation) neu unterzeichnete Zehnjahresvereinbarung, die auf die Entwicklung von Enzymen zur Umwandlung von vorbehandelter Zellulosebiomasse ausgerichtet ist. Beide Partnerschaften zeigen, wie Syngenta dazu beiträgt, die steigende Nachfrage nach nachwachsenden Treibstoffen zu decken.
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Vegetables und Diverse Feldsaaten
Die F&E-Tätigkeiten von Syngenta im
Bereich Vegetables sorgen für eine ständige
qualitative Verbesserung der Pflanzen.
Landwirte sind vorrangig am Ertrag
und an einer Resistenz gegen Viren und
Pilzkrankheiten interessiert, während Verarbeiter
und Händler Stabilität und lange
Haltbarkeit verlangen. Verbraucher wünschen
ansprechendes Aussehen und
wohlschmeckende Produkte. Syngenta
investiert in F&E, um die Verbraucherwünsche
und -forderungen mithilfe der
Pflanzengenetik umzusetzen und neue
Sorten anzubieten.
Im Bereich Diverse Feldsaaten führte Syngenta im Jahr 2007 NK® PETROL auf dem Markt ein: Es ist das erste Produkt eines völlig neuen Hybridisierungssystems für Ölsaatraps, das höhere Erträge und verbesserte Resistenz gegen Umweltstress bietet.
Venture Fund setzt Investitionen fort
Im Jahr 2006 kündigte Syngenta die
Gründung des mit 100 Millionen USD
ausgestatteten Risikokapitalfonds Life
Science Partners BioVentures (LSPB) an.
Der Fonds tätigte 2007 drei Portfolioinvestitionen
in wachstumsstarke Technologieunternehmen
in den USA.
„Science Live“ an F&E Standorten
An den F&E-Standorten von Syngenta in
Triangle Park, Stein, Jealott’s Hill und
Goa fand die sehr erfolgreiche Veranstaltungsreihe
zum internen Wissensaustausch
„Syngenta Science Live“ statt.
Diese Veranstaltungen unterstützen die Unternehmensstrategie „Wachstum durch Innovation“ und waren für die Mitarbeitenden aller wissenschaftlichen Fachrichtungen eine hervorragende Gelegenheit, Ideen auszutauschen.

Syngenta erweitert ihr internationales
F&E-Zentrum in Stein in der Schweiz
mit neuen Chemielabors, einem Interaktionszentrum
sowie einem Seed Care
Institut.
Bei einer Reihe von „Science Life”
Veranstaltungen lassen unsere F&E-Teams
ihre Familien an ihrer Arbeit
teilhaben.
Blatt einer Sonnenblume
unter dem Mikroskop (330-fache Vergrösserung).