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Japanische Landwirte setzen auf Tradition und neue Technologien

In Japan sind einige landwirtschaftliche Anbaumethoden so traditionell wie die Verwendung der Kulturen selbst. Mit der modernen Technologie Schritt halten bedeutet nicht unbedingt, sich von der Vergangenheit zu verabschieden.

Wie andere Industriezweige musste sich auch die Landwirtschaft in Japan auf die sich ändernden Technologien und Methoden einstellen. Von maschinellen Spritzen und Bewässerungsrohren im Orangenanbau, Pflanzenschutzmitteln und Dünger in Reiskulturen bis zu Elektrolüftern und automatischen Schneidsystemen im Teeanbau: Die Landwirte tun ihr Bestes, um sich den neuen technologischen Anforderungen zu stellen und gleichzeitig ihre Traditionen beizubehalten.

Eine Bedrohung traditioneller Anbaumethoden in Japan sind Billigimporte und Initiativen der Regierung, vermehrt privaten Landbesitz öffentlich zu machen. Und angesichts des über 60 Jahren liegenden Durchschnittsalters der Landwirte ist der Berufstand von Überalterung bedroht. Doch gerade ältere Menschen betrachten es als gesund und erstrebenswert, im Ruhestand einen kleinen landwirtschaftlichen Betrieb zu betreiben. Nach Möglichkeit traditionelle Werte aufrecht zu erhalten und gleichzeitig wissenschaftliche Fortschritte zu übernehmen erachten heute viele japanische Landwirte als besten Weg.


Versuchen Sie doch mal Ochazuke, ein traditioneller japanischer Snack.

Reis ist ein japanisches Grundnahrungsmittel und wird in diesem Land seit über 2000 Jahren angebaut. Das japanische Wort für gekochten Reis, gohan, kann wörtlich “Mahl” bedeuten. Frühstück, oder asa gohan, bedeutet folglich “Morgenreis.” In einigen Berggegenden pflügen die Bauern die Reisfelder auf Terrassen - tanadas – noch immer von Hand.

Tee beeinflusst die japanische Kultur seit Jahrhunderten, von der Religion und Kunst bis zu Zeremonien und Spielen. Die Cha-No-Yu-Teezeremonie ist ein zentraler Teil der japanischen Kultur, seit sie im 15. Jahrhundert von einem Zen-Priester gegründet wurde.

Orangenkulturen nehmen in Japan, im Vergleich zu anderen Ländern, relativ wenig Platz ein. Viele Betriebe sind nur zwei oder drei Hektar gross und der durchschnittliche Ertrag liegt bei 80 Tonnen pro Jahr. Automatisierung und Pflanzenschutzmittel haben zu höheren Erträgen beigetragen, aber es gibt immer noch einige Betriebe an Steilhängen, die keine maschinellen Anbautechniken einsetzen können.

 

 

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