Ein Tag im Leben...

Saftige Vitaminspender, natürlich verpackt

Orangen, lange bekannt als Vitamin C-Spender, können vielleicht auch zur Verhütung von Krebs beitragen. Tokumi Shimizu, Orangenzüchter aus der Region Shizuoka in Japan, sagt: “Orangen sind funktionale, gesunde Lebensmittel, die man in der Tasche mit sich tragen kann.”

Shimizu kultiviert Aoshima-Orangen auf seinem drei Hektar grossen Betrieb, der sich auf dem Hügelland und in den Ebenen von Mikkabi befindet. Ein relativ warmes, gemässigtes Klima und seltene Wirbelstürme machen diese Region zur idealen Gegend für Orangenplantagen. Ein weiterer Vorteil ist die Nähe zu den Verbraucherzentren von Tokio und Nagoya.

Stark schwankende Preise für Orangen machen es kleineren traditionellen Landwirten besonders schwer, wettbewerbsfähig zu bleiben. Tokumi Shimizu ist jedoch überzeugt, dass japanische Orangen in Geschmack und Aussehen die Importprodukte übertreffen. Während Importprodukte eine Bedrohung für japanische Orangen sein können, die zur Saftproduktion angebaut werden, sind Orangen aus Mikkabi vorwiegend für den Verzehr bestimmt.

Wie andere traditionelle Landwirtschaftsbetriebe mussten sich auch die Orangenzüchter an moderne Techniken anpassen. Shimizu verweist auf drei Änderungen im Orangenanbau der letzten 50 Jahre: Mechanisierung, grössere Betriebe und die Tatsache, dass die Landwirte eine proaktive Einstellung zu Pflanzenschutzmassnahmen auf der Basis von Vorhersagen haben.

Landwirt Shimizu nutzt den maschinellen Fortschritt und benutzt ein Fahrzeug mit 600-Litertank, um seine Felder mit Agrarchemikalien zu spritzen. Trotz der Mechanisierung müssen die Orangen aber noch immer von Hand geerntet werden. Gewöhnlich wird der Betrieb von Familienmitgliedern geführt, aber während der Ernte beschäftigt Tokumi Shimizu auch einige temporäre Arbeiter.

Eine Mulchmethode, die Shimizu erfand, als er als technischer Berater der landwirtschaftlichen Kooperative tätig war, hat unerwartete Vorteile gebracht. Weil trockener Boden süsser schmeckende Orangen hervorbringt, deckt er den Boden seiner Orangenfarm mit weißen, wasserabstossenden Baufolien ab.

Das von der Folie reflektierte Sonnenlicht gibt den Früchten nicht nur eine gleichmässigere Färbung, es hält gleichzeitig auch Insekten fern. Laut Shimizu werden citruz thripen , welche die Schale der Fruchte beschädigen und gewöhnlich mit Sonnenschein auf dem Rücken fliegen, vom Licht, das aus mehreren Richtungen kommt, verwirrt und fallen auf die Folie.

Obschon Tokumi Shimizu der Ansicht ist, man solle die Verwendung von Pflanzenschutz-
produkten so weit wie möglich einschränken, hat er vor kurzem begonnen, Actara® gegen citruz thripen und Stinkkäfer einzusetzen. “Aufgrund seiner Granulatform lässt es sich einfach abmessen und handhaben und es hat eine gute Wirkung”, sagt er. “Wenn die Verbraucher sich nicht um die Farbe oder das Aussehen der Orangen kümmerten, könnte ich den Einsatz von Chemikalien verringern.”

Wenn Zitrus-Rotmilben die Bäume befallen, werden Orangen nicht orangefarben – sie bleiben grün. Shimizu braucht ein gutes Akarizid. “Neue Akarizide kommen jedes Jahr auf den Markt, aber ich möchte lange beim gleichen Produkt bleiben”, sagt er. “Ich wünschte mir, dass Syngenta ein gutes granulatförmiges Insektizid entwickelt, das keine insektizidresistenten Schädlinge erzeugt.”

Vorhersagen eines Schädlingsbefalls sind eine weitere Hilfe für die effektive Schädlingsbekämpfung. Lokale Forschungszentren und landwirtschaftliche Kooperativen lieferten den Bauern früher solche Informationen regelmässig, aber in letzter Zeit ist dies immer seltener geworden. “Wenn Syngenta detaillierte Vorhersagen zusammen mit den empfohlenen Pflanzenschutzmitteln und dem richtigen Zeitpunkt für deren Anwendung liefern würde, dann wären die Landwirte sogar bereit, für einen solchen Service zu zahlen”, ist Shimizu überzeugt. “Die Bauern neigen dazu, Chemikalien periodisch anzuwenden — gelegentlich auch wenn es gar nicht nötig ist — aus Gewohnheit oder als Vorkehrung gegen einen möglichen Schädlingsbefall. Wenn man genaue wissenschaftliche Informationen hätte, könnte man die Arbeit reduzieren und den Einsatz von Chemikalien auf ein vernünftiges Mass senken. Die Landwirte würden einem Lieferanten vertrauen, der derart nützliche Informationen liefert”, sagt er.



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