2004 wurde zum Internationalen Jahr des Reises ernannt
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In den traditionellen asiatischen Gesellschaften ist Reis nicht nur als Nahrungsmittel und Nutzpflanze wichtig, sondern auch als Kulturgut. „Hast du heute schon Reis gegessen?“, lautet beispielsweise die Höflichkeitsfrage, die in Thailand jede Begegnung einleitet.
Unzählige Wörter präzisieren und nuancieren zudem die verschiedenen Arten und Formen des Reises, seines Anbaus und seiner Verarbeitung.
Reis ist eben eine wichtige Kulturpflanze zur Erhaltung des wirtschaftlichen, ökologischen und kulturellen Gleichgewichts in den Entwicklungsländern. Durch die konsequente Förderung marktwirtschaftlicher Massnahmen, unter Einschluss von Sozial- und Umweltkriterien, kann Millionen von Menschen eine Lebensgrundlage gegeben werden. Dabei werden Arbeitsplätze generiert, Hunger und Armut verringert, sowie wichtige Traditionen und Kulturen erhalten.
Von ursprünglich 500 000 Reissorten gibt es heute noch rund 100 000 Arten.
Der so genannt faire Handel setzt sich deshalb für die Erhaltung der Biodiversität ein: Im Zentrum der Aktivitäten stehen nicht Maximalerträge, sondern umweltfreundliche Anbaumethoden. Die Produzentengruppen erhalten für fair gehandelten Reis ein Mehrfaches des Preises, den sie mit konventionellem Handel erzielen würden. Sie sollen zudem mit den herkömmlichen Anbaumethoden einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der natürlichen Ökosysteme leisten.
Reis ist Leben
Das Internationale Jahr des Reises 2004 widmet sich nun ganz allgemein der Verbesserung der Reisproduktion und des Zugangs zu diesem lebenswichtigen Grundnahrungsmittel. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung ernährt sich nämlich von Reis und Millionen von Produzentenfamilien beziehen ihr Einkommen aus dem Reisanbau. Ein nachhaltiges Wachstum in der Reisproduktion reduziert Hunger und Armut und leistet einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt und der Natur. Damit erreichen die Menschen heute und in Zukunft einen besseren Lebensstandard.
Reis als Forschungsobjekt
Einen Bezug hat Reis aber auch zu den Geschäftsaktivitäten von Syngenta: Vor zwei Jahren veröffentlichte man zusammen mit einem privaten Unternehmen in den USA als erste die Erbgutdaten von Reis, das heisst der Unterart Oryza sativa japonica. Unterdessen hat ein internationales Team eine weitere Erbgutanalyse vorgelegt, deren Sequenzierung vor allem von japanischen Forschern durchgeführt wurde, bei der aber auch die Daten von Syngenta mitverwendet wurden. Die Gendaten von Reis haben dabei für das Agribusiness einen hohen Wert, denn sie sind die Basis für neue Zuchtvarietäten und gentechnische Veränderungen.
Kartierung des Genoms (auf Englisch)
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Reis als Vitaminlieferant
Vor rund fünf Jahren züchtete eine Schweizer Arbeitsgruppe an der ETH Zürich einen Reis, der einen erhöhten Gehalt an Vitamin A hat. Der „Golden Rice“, wie er mittlerweile genannt wird, soll in gängige Reissorten eingekreuzt werden. Laut den Forschern kann er dazu beitragen, in Entwicklungsländern den grassierenden Vitamin A-Mangel und die damit verbundene Erblindung zu bekämpfen. Verschiedene Varietäten werden gegenwärtig in Feldstudien geprüft. Unterdessen ist der „Golden Rice“ soweit optimiert worden, dass zur Deckung des täglichen Bedarfs an Vitamin A rund 150 Gramm Reis reichen sollten. Syngenta unterstützt das Projekt des „Golden Rice“ in verschiedenster Art und Weise und mit diversen Kooperationen.
"Golden Rice" (auf Englisch)
Andere Links (auf English):
The FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) site contains facts and features about rice as well as, calendars of events on the YOR, photo and art competitions and recipes.
The Rice Web is produced by the International Rice Research Institute (IRRI), Philippines; in association with the Africa Rice Center (WARDA--the acronym for the West Africa Rice Development Association), Cote d'Ivoire; and the Centro Internacional Agricultura Tropical (CIAT), Colombia.



