Frauen bei Syngenta: Eine andere Ansicht von Afrika
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| Schätzt den Nachkriegs-Optimismus Mosambiks: Sam Thwaites in Ländertracht |
„Als ich in das Unternehmen eintrat, das heute Syngenta heisst, glaubte ich, dass ich bald wieder gehen würde!“ Vor 16 Jahren hätte Sam Thwaites nie gedacht, dass sie eines Tages in Mosambik das Geschäft jenes Unternehmens leiten würde, bei dem sie nach dem Studium in Grossbritannien gerade angefangen hatte. „Aber nach drei Jahren Forschung wusste ich, dass mir diese Firma weit mehr zu bieten hatte als andere.“
Danach war Sam in der Produktdokumentation und EU-Registrierung tätig. „Die Zulassung neuer Produkte ist eine grosse bürokratische Herausforderung“, weiss sie zu berichten. „Ich habe grossen Respekt vor allen Teams, die diese Hürde meistern.“
Von Südengland zog Sam ins schweizerische Dielsdorf. „Plötzlich so nahe an den Alpen zu sein, war schon etwas Besonderes“, erinnert sie sich. „Aber auch die beruflichen Perspektiven waren hervorragend.“ Sie wurde Technical Manager für das südliche Afrika. „Ich wuchs am Kap auf und fühlte mich der Region eng verbunden“. Bisweilen war allein schon der Alltag am regionalen Hauptsitz ein Abenteuer: „Schweizer Vorschriften zu verstehen, fiel mir nicht leicht“, weiss sie noch heute. „Es dauerte drei Wochen, bis ich nur meine Müllabfuhr organisiert hatte!“
Letztes Jahr zog Samantha Thwaites erneut um. Von Maputo aus leitet sie nun das Geschäft von Syngenta in Mosambik, Angola und Mauritius. „Das bringt viel Abwechslung und interessante Herausforderungen“, sagt sie.
Vom Krieg in die Zukunft
Vor ihrem ersten Besuch in der Hauptstadt Mosambiks kannte sie das Land lediglich aus Medienberichten. „Ich erwartete nur Kriegszerstörung und Landminen“. Aber Sam hat inzwischen entdeckt, dass das Leben in Maputo durchaus seine Reize hat. „Gewiss, es gibt viele Opfer des Bürgerkriegs, und die Zahl der obdachlosen AIDS-Waisen ist erschreckend“, räumt sie seufzend ein. „Aber was man am stärksten spürt, ist ein Gefühl von Frieden, Einheit und Zuversicht in einem faszinierenden kulturellen Gemisch afrikanischer und portugiesischer Einflüsse.“
Syngenta teilt die Büros mit einem nationalen Grosshändler. „So wissen wir beide genau, was hier läuft.“ Sam erwähnt, dass die meisten Konkurrenten das Geschäft im Land nur von Südafrika aus betreuen. Deshalb kann Syngenta schneller auf die Bedürfnisse lokaler Kunden reagieren und ihnen beim Wiederaufbau Mosambiks und bei der Verbesserung des öffentlichen Gesundheitssystems helfen. „Der grösste Teil unseres Geschäfts ist der Malariaprävention gewidmet“, ergänzt Sam. „Die Krankheit ist ein riesiges Problem hier. Aber zum Glück ist die Regierung entschlossen, dagegen zu kämpfen.“
Ihre Freizeit verbringt Sam gerne mit Jogging und Tauchen. „In der Hitze fällt das Laufen nicht immer leicht“, meint sie mit einem Schmunzeln, „aber nur ein paar Autostunden von Maputo entfernt bieten sich fantastische Tauchgelegenheiten.“ Der südafrikanische Krüger-Park ist auch nicht weit, ebenso das Königreich Swasiland, das Sam als „wunderschönes Hügelland mit einer ganz eigenen Kultur“ beschreibt.
Bei Syngenta zu bleiben, hat für jede Menge Bewegung gesorgt …


