logo

"In ein paar Jahren wird Ägypten der Garten Europas sein!"


Ägypten ist ein Land der Gegensätze: Fruchtbares Nilland und staubige Wüsten, Leben am Existenzminimum contra Leben in Luxus und Überfluss. Moderne Wolkenkratzer und Symbole des Krieges als Machtdemonstration oder nur wenige Strassen weiter heruntergekommene und einsturzträchtige Gebäude als Symbol der Armut. Am Ufer des Nils jahrhundertealte Moscheen, eine Handbreite daneben eine nur wenige Jahre alte Cola-Leuchtschrift. Konfrontation der Religionen, Mentalitäten und Kulturen. Der Westen hält Einzug in Ägypten und trifft auf den Nahen Osten, wird teils begrüsst, teils gehasst.


Syngenta ist marktführend

Man mag sich nun fragen, weshalb überhaupt Ägypten als Land für die Geschäftsaktivitäten eines Agribusiness-Unternehmens wie Syngenta? Die Frage ist einfach beantwortet: Das Land verfügt über gewichtige Anreize und Chancen. Das offensichtlichste Argument ist sicherlich das Klima, das mit milden Wintern während des ganzen Jahres landwirtschaftliche Tätigkeiten ermöglicht, was wiederum bedeutet, dass auch der Absatz der Produkte über das Jahr hinweg gesichert ist. Aus unternehmensstrategischer Sicht kommt ein weiterer sehr wichtiger Punkt hinzu: Ägypten mit seinem ungesättigten Markt darf zweifellos zu den so genannten Schwellenländern gezählt werden, dessen Wirtschaft sich im Vergleich zu westlichen Ländern noch in der Aufbauphase befindet und deshalb sehr viel Potenzial in sich trägt: Kunden können neu akquiriert werden, anstatt sie der Konkurrenz abwerben zu müssen. Chancen, aber auch Gefahren. Gefahren, die viele Konkurrenten dazu gebracht haben, den Markteinstieg gar nicht erst zu wagen oder sich im Laufe der Zeit wieder zurückzuziehen. Ein Umstand, der neben guter Performance auch mit dazu beigetragen hat, dass Syngenta heute in Ägypten marktführend ist.


Export und Import

Noch immer ist die Landwirtschaft ein nicht unerheblicher Wirtschaftszweig Ägyptens. Dies obwohl andere Bereiche wie die Textilverarbeitung, die Lebensmittelindustrie oder die Rohstoffgewinnung stark zunehmen. Dabei hat sich der landwirtschaftliche Anbau von einer Subsistenzlandwirtschaft zu einer Exportwirtschaft gewandelt, sodass – relativ betrachtet – weniger landestypische Nahrungsmittel wie Hirse oder Saubohne geerntet werden. Angebaut werden heutzutage vor allem Baumwolle, Zuckerrohr, Weizen und eine Vielzahl an Obst und Gemüse.

Bei einer Fahrt in Richtung Beni Suef durch die Region des Dorfes Al Badrachen, etwa 20 Kilometer südlich von Kairo, sieht man beispielsweise Verkaufsstände mit Tomaten, Kohl oder Kartoffeln, aber auch Orangen, Bananen oder Mangos werden hier – ebenso wie in Kairo – angeboten. Auch karren kleinere offene Lastwagen ganze Ladungen an Knoblauch oder Zucchini herum. Und mittels der landestypischen Eselskarren wird vor allem Tierfutter einer ganz speziellen Kleesorte transportiert. Dennoch kann Ägypten sich nicht ganz selbst versorgen und muss ungefähr die Hälfte der benötigten Lebensmittel einführen. Die mehr als 10 Millionen Tonnen Getreide jährlich liefern vor allem die USA und Kanada.


Frische liefern

Viel an Obst und Gemüse wird allerdings auch exportiert, wie ein Blick auf die neu erschlossenen Gebiete, die so genannten „new reclaimed lands“ zwischen Kairo und Alexandria zeigt. Einer der grössten Exporteure, der mit Pflanzenschutz-, aber auch einigen Saatgut-Produkten von Syngenta arbeitet und in engem Kundenkontakt zu den Aussendienstmitarbeitern Ahmed Abuzahra und Ahmed Rashed steht, ist beispielsweise das Unternehmen Belco der Gebrüder Sherif und Mohsen El-Beltagy in Zamalek. Geführt wird es derzeit vom 30-jährigen Chilenen Jorge Salgado, der vor fünf Jahren von Santiago nach Ägypten ausgewandert ist.

Auf riesigen Feldern werden bei Belco beispielsweise Tafeltrauben, grüne Bohnen, Erbsen, Salatzwiebeln und Paprika, aber auch andere Kulturen wie Erdbeeren, frischer Knoblauch, Pfirsiche, Artischocken und Melonen angebaut. „Belco“, so erklärt der Geschäftsführer nicht ganz ohne Stolz, „ist einer der grössten Anbieter an Frischprodukten und praktisch alles ist für den Exportmarkt bestimmt.“ Und hat man zu Beginn erst einmal Trauben in Topqualität nach Deutschland exportiert, so haben sich inzwischen immer mehr neue Länder wie Grossbritannien, Holland, Mauritius, aber auch die Schweiz als Märkte erschlossen. „In Zukunft“, so meint Jorge Salgado pointiert, „wird Ägypten wohl so etwas wie der Garten Europas sein.“ In punkto Qualität ist Belco dabei in Ägypten die Nummer eins für den Export von Frischprodukten, volumenmässig belegt das Unternehmen Platz zwei.


Breite Palette an Produkten

Beim Anbau von Gemüse und Obst werden beispielsweise Syngenta Produkte wie die Fungizide Switch®, Topas®, Amistar®, Ridomil Gold®, aber auch Sequestrene® gegen Eisenchlorose eingesetzt. Sehr zufrieden ist Jorge Selgado dabei mit dem Service von Ahmed Abuzahra und Ahmed Rashed. „Ich bekomme von Syngenta alle Produkte, die ich benötige“, bringt es der Geschäftsführer von Belco auf den Punkt: „Und dazu noch einen erstklassigen Service!“

Ähnlich zufrieden mit den Produkten und dem Service von Syngenta sind aber noch weitere Produzenten entlang der Strasse von Kairo nach Alexandria. „Orchard“, eine weitere Farm, die im Privatbesitz von Hamam Elmalt ist und von Ahmed Ibrahim geführt wird, exportiert vor allem Trauben, Salat und Paprika, beispielsweise nach Grossbritannien und in die Schweiz, aber auch in Staaten der Arabischen Emirate wie beispielsweise Dubai. „Wir möchten dabei für all unsere Exportländer die selben Qualitätsansprüche erfüllen“, sagt Ahmed Ibrahim, „und wir verwenden deshalb vor allem bewährte Pflanzenschutzprodukte.“ Investiert wird aber auch in ein neues Kühlhaus oder in ein neues Gebäude zur Verpackung der Frischprodukte.


Kartoffelchips frisch auf den Tisch

Eine erfolgreiche Zusammenarbeit hat sich über die Jahre auch mit dem Kartoffelproduzenten Chipsy, der seit kurzem zur Pepsico-Gruppe gehört, entwickelt. Das Unternehmen beschäftigt in Ägypten einige tausend Mitarbeitende und kontrolliert etwa drei Viertel des Marktes für Kartoffelchips im Lande. Eine der bekanntesten Marken ist dabei Frito-Lay.

Beim Anbau seiner Kartoffeln kann Chipsy ebenfalls auf die Unterstüzung von Syngenta zählen: Neben der Beratung bei einem innovativen Bewässerungssystem geht es dabei beispielsweise um Kartoffelkrankheiten wie die Kraut- und Knollenfäule (Phytophtora infestans) oder die Dürrfleckenkrankheit (Alternaria solani). „Gegen beide Krankheiten“, so erklärt Emad Mohamed Ali, der Geschäftsführer von Chipsy, „hat Syngenta sehr gute Produkte und wir sind froh um die Beratung und die Unterstützung durch ihre kompetenten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“

Syngenta hilft in Ägypten eben nicht nur den Kleinbauern beim Anbau von Früchten und Gemüse, sondern auch den Grossproduzenten. Doch eines ist beiden Landwirten gemeinsam: Oft kann nur dank der Produkte von Syngenta mit gesunden Pflanzenkulturen und einer einträglichen Ernte gerechnet werden!


Von kreativen Köpfen und guten Ideen

Syngenta setzt in Ägypten aber nicht nur auf Marketing und den Verkauf ihrer Produkte, sondern auch auf innovative Forschung & Entwicklung: Dafür betreibt das Agro-Unternehmen schon seit mehreren Jahrzehnten in Kaha in der Nähe von Kairo eine Station. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Hauptgebäude mit Labors, Kantine und Gästeräumen, aus verschiedenen Nebenbauten, aber vor allem auch aus grossen Versuchsfeldern. Betrieben wird die Station seit über dreissig Jahren in Zusammenarbeit mit dem dortigen Ministerium für Landwirtschaft. „Immer wieder“, so erklärt Erhard Brunner, der Leiter der Station und gebürtiger Schweizer, „wurde der Vertrag für die Zusammenarbeit verlängert und dieses staatliche Joint Venture hat sich über die Jahre auch sehr bewährt.“


Test in Labors...

Bei einem Rundgang durch die Labors zeigt sich denn auch, an welchen Projekten man in Kaha arbeitet: Da gibt es beispielsweise Versuche gegen Pilze wie die Kraut- und Knollenfäule (Phythophtora infestans), gegen Schädlinge wie Spinnmilben und Schildläuse oder gegen die verschiedensten Pflanzenkrankheiten. Insgesamt wurden im Jahr 2006 bei rund 280 Tests zu knapp siebzig Prozent Versuche mit Insektiziden gemacht, rund 17 Prozent entfielen auf Fungizide, 12 Prozent auf Herbizide und der Rest waren weitere kleinere Spezialtests, beispielsweise für den Bereich Saatgut oder Professional Products.

„Unsere Versuche in den Labors und auf dem Feld“, so erklärt Erhard Brunner weiter, „machen wir vor allem für den Bereich Forschung & Entwicklung bei Syngenta. Daneben gibt es hier aber auch gemeinsame Tests mit dem Ministerium, Resistenzüberwachungen sowie Versuche, bestimmte Methoden und Technologien zu verbessern.“


… und auf dem Feld

Äusserst spannend – und auch dies zeigt sich bei einem Rundgang über die riesigen Aussenanlagen – sind die Feldversuche zu den verschiedenen Wirkstoffen von Syngenta. „Hier testen wir unsere Produkte beispielsweise auf Regenfestigkeit und Lichtbeständigkeit“, führt Adel Morcos, der Leiter des Bereichs Entwicklung und Training, nicht ganz ohne Stolz aus und verweist auf die speziellen Eigenheiten der Testbedingungen für die diversen Pflanzenkulturen wie beispielsweise die Art der Böden oder die relative Trockenheit.


Züchtung von Nützlingen

Immer wieder wird in Kaha aber auch Neues ausprobiert, wie sowohl Adel Morcos als auch seine Kollegin Naglaa Monir zu berichten wissen: So gibt es auf der Forschungsstation seit kurzem ein innovatives Labor für Versuche mit kleinen Fadenwürmern, den so genannten Nematoden, oder die Züchtung von Nützlingen für Syngenta Bioline. Hier geht es speziell um die oftmals heikle Aufzucht von Schlupfwespen (Eretmocerus mundus), die zur Kontrolle von Weissen Fliegen (Bemisia tabaci) eingesetzt werden können. „Die Nützlinge werden mit viel Handarbeit und Geschick gezüchtet, abgepackt und in alle Welt verschickt“, sagt Erhard Brunner zusammenfassend.

Auf der Station in Kaha gibt es zudem auch eine Aufzuchtstation für die verschiedensten Insekten wie beispielsweise Heuschrecken, ein Labor mit speziellen Schneckentests, Trainingsprogramme für die Applikation von Pflanzenschutzmitteln für die Bauern der Region sowie ein neuartiges System zur Bewässerung der Felder, das von Farmmanager Khaled Shaaban betreut wird.

Man sieht: Die Kaha-Station hat dank stetiger Anpassungen an aktuelle Standards nicht nur schon einige Jahrzehnte erfolgreicher Aktivitäten hinter sich, sondern dank immer neuer Innovationen steht ihr wohl auch eine rosige Zukunft bevor!


 

 

Site Search

Globale Standorte

Produkt- und Material- sicherheitsblätter:

Email Subscription

Falls Sie regelmässig Informationen über Syngenta erhalten möchten.
hier anmelden