logo
<< back

Syngenta im Forstbereich:
Kiefern im Käferkampf helfen


Wälder sind komplexe Ökosysteme. Sie tragen entscheidend zur Stabilisierung des biologischen Gleichgewichts bei und sichern so unsere Lebensgrundlagen. Jeder Wald filtert die Luft, verbessert die Bodenqualität, verhindert Erosion, reinigt und speichert Wasser, erhöht die Luftfeuchtigkeit und mildert Hitze, Frost, Trockenheit und Sturm. Er dient als Rohstoff- bzw. Einkommensquelle und bietet Schutz und Erholung.  Der Wald verdient des Menschen Schutz.  Da spielt auch Syngenta eine wichtige Rolle – zum Beispiel in Deutschland.

Das Land zwischen Rhein und Oder verfügt über rund 10,5 Millionen Hektare Wald. Das sind über 29 Prozent der gesamten Landesfläche. Davon ist etwas mehr als die Hälfte Staatswald, der Rest im Privatbesitz.

Nadelbäume wie Fichten und Kiefern machen ungefähr 60 Prozent der deutschen Waldfläche aus. Buchen folgen mit 14 Prozent und Eichen mit zehn. Bei Neupflanzungen achten Förster inzwischen stärker auf standortangepasste Bäume. So nimmt der Anteil der Laubbäume wieder zu. Das Ziel einer verantwortungsvollen Forstpolitik ist es, alle Leistungen des Waldes nachhaltig zu sichern und zu mehren.

Das Wetter wird zum Problem

Vor 20 bis 30 Jahren bereiteten Schadstoffe grosse Probleme (Stichwort „Saurer Regen“). Heute sind es in erster Linie aussergewöhnliche Witterungseinflüsse. Dazu zählen kräftige Herbststürme, Trockenjahre und starker Schneebruch. Diese schaffen unter anderem günstige Bedingungen für Pilze und Schädlinge. Um einen anhaltenden Schaden am Wald zu verhindern, müssen die Förster die Schädlinge gezielt reduzieren.

Gerade das Trockenjahr 2003 hat in ganz Deutschland die Zahl der Forstschädlinge wie Borkenkäfer dramatisch wachsen lassen. Besonders betroffen waren die Nadelbäume Tannen, Fichten und Douglasien.

Borkenkäfer befallen geschlagenes Holz

Zu den Borkenkäfern (Scolytidae) gehören in Europa etwa 115 Arten. Sie sind 1 bis 5 mm gross und besitzen einen starken Chitinkörper mit kräftigen Mundwerkzeugen. Hauptschädlinge deutscher Fichten und Tannen sind der Buchdrucker (Ips typographus) und der Kupferstecher (Pityogenes chalcographus).

Ihren Angriffen besonders ausgesetzt sind frisch geschlagene Bäume, die mit Rinde noch längere Zeit im Wald verbleiben. Aber auch stehende Bäume, kranke wie sogar gesunde, sind Opfer. Findet ein Buchdrucker einen Wirtsbaum, „informiert“ er mit einem Lockstoff (Pheromon) im Kot seine Artgenossen. Es beginnt ein Ansturm, dem kein Baum gewachsen ist.

Für die Borkenkäferbekämpfung in Deutschland liefert Syngenta das Produkt Karate® WG Forst (Wirkstoff: Lambda-cyhalothrin). Eine Behandlung des Stamms wirkt für etwa drei Monate. Das verhindert den Aufbau einer weiteren Generation der Käfer. So schützen die Förster das Holz vor Beschädigungen und Qualitätseinbussen. In diesem Segment ist Syngenta in Deutschland mit Abstand Marktführer.

Helikoptereinsatz rettet Wälder

Weitere wichtige Schädlinge sind die Raupen verschiedener Falter. Insbesondere in Teilen Ostdeutschlands haben sie in den vergangenen Jahren starke Schäden an Kiefern und Fichten verursacht. Auslöser auch für diesen Schädlingsaufbau waren die vorausgegangenen Trockenjahre.

Ohne chemische Behandlung der Kiefern würden der Kiefernspinner (Dendrolimus pini) und die Nonne (Lymantria monacha) sie radikal leer fressen. Eine kürzliche Anwendung von Karate® per Hubschrauber erzielte aber sehr hohe Wirkungsgrade gegen diese Schädlinge und rettete den Wald. Dank der kleinen Behandlungsmengen mussten aber nicht einmal die dortigen Pilzsammler auf ihre „Ernte“ warten. Strenge Untersuchungen zur Abdrift ergaben günstige Werte.

Die Förster wählten das Produkt von Syngenta, weil es im Vergleich zu Häutungshemmern und „biologischen“ Produkten einen höheren Wirkungsgrad aufwies. Bei hohem Befallsdruck war Karate® das wirksamste Mittel.

Ein weiteres Schädlingsproblem ist bei der Aufforstung zu beobachten. Hier verursacht der Grosse Braune Rüsselkäfer (Hylobius abietis) jedes Jahr enorme Ausfälle. Er frisst er an den jungen Bäumen die Stammrinde weg. Dagegen setzen die Baumschulen Karate® WG Forst im Tauchverfahren ein. Der Schädling wird beim Aufwandern auf die noch jungen Bäume erfasst. Danach können die Aufforstflächen gesund wachsen.

Seine führende Rolle in der Bekämpfung von Schadinsekten im deutschen Forst will Syngenta in den nächsten Jahren weiter ausbauen.
 

Ausgangstext: Syngenta Agro GmbH, Deutschland