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Die Ereignisse am Syngenta-Standort Cascavel, Brasilien

Aktualisierung vom 21. Dezember 2007

Am 21. Oktober 2007 besetzten Mitglieder der „Landless Rural Workers’ Movement“ (MST) erneut die Syngenta-Forschungsstation in Santa Tereza do Oeste, nahe Cascavel im Bundesstaat Paraná. Etwas später an diesem Tag kam es auf dem Gelände zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der MST und Mitarbeitern eines Wachunternehmens. Dabei wurden ein Wächter und ein Mitglied der MST getötet. Drei weitere Wächter und vier Mitglieder der MST erlitten Verletzungen.
Syngenta verurteilt die Anwendung von Gewalt. Das Ereignis hat uns schockiert und tief erschüttert. Unsere Gedanken gelten den Familien und Freunden der Betroffenen. 
Die offiziellen Untersuchungen der Polizei und der lokalen Behörden wurden in der Zwischenzeit abgeschlossen. Der Staatsanwalt des Bundesstaates Paraná hat Strafanträge gegen acht Mitglieder der MST, den Eigentümer und neun Mitarbeitende des Wachunternehmens sowie gegen ein Mitglied einer lokalen Landwirtschaftsorganisation angekündigt.
Weder Syngenta noch seine Angestellten sind in dieses Verfahren impliziert. Der Staatsanwalt bestätigt, dass Syngenta die in Frage stehenden Handlungen des Wachunternehmens, welches unter einer strengen vertraglichen Verpflichtung stand, weder Waffen zu tragen noch einzusetzen, zu keinem Zeitpunkt gutgeheissen hat. Es wurde ebenfalls bestätigt, dass Syngenta nach der illegalen Besetzung durch die MST das Wachunternehmen angewiesen hat, das Gelände unverzüglich zu verlassen.
Das Wachunternehmen, welches den Auftrag hatte, die Forschungsstation bei Cascavel zu überwachen, hat seit dem Vorfall vom 21. Oktober 2007 keine Dienstleistungen mehr für Syngenta erbracht. Syngenta informierte das Wachunternehmen schriftlich über die Auflösung des Vertrages.
Das Zivilgericht in Cascavel hat in einem Urteil vom 20. Dezember 2007 die Rückgabe des Geländes verfügt. Syngenta erwägt gegenwärtig die verschiedenen Optionen im Zusammenhang mit diesem Urteil. Das Unternehmen hofft weiterhin auf eine friedliche Lösung.
Syngenta und ihre Vorgängerunternehmen tragen bereits seit 80 Jahren massgeblich zur Entwicklung der brasilianischen Landwirtschaft bei. Wir beschäftigen in Brasilien etwa 1'600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und geben jedes Jahr mehr als USD 3 Millionen für soziale Projekte im Land aus. Wir sind entschlossen, auch weiterhin unseren Beitrag zum nachhaltigen Wohl der Landwirtschaft und der brasilianischen Gesellschaft zu leisten.

Link zur Stellungnahme vom 15. November 2007


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