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Die Ereignisse am Syngenta-Standort Cascavel, Brasilien

15. November 2007

Die tragischen Ereignisse des 21. Oktober 2007 in der Syngenta-Forschungsstation in Santa Tereza do Oeste, nahe Cascavel im Bundesstaat Parana, haben uns schockiert und tief erschüttert. Unsere Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Betroffenen.

Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich keine Mitarbeiter von Syngenta vor Ort. Das externe Wachunternehmen, das unseren Standort mit vier unbewaffneten Mitarbeitern bewachte, informierte uns am frühen Morgen, dass die Mitglieder der „Landless Rural Workers’ Movement“ (MST) und von „Via Campesina“ unseren Standort erneut besetzt hatten. (Zwischen März und November 2006 sowie zwischen November 2006 und Juli 2007 hatten bereits solche illegalen Besetzungen stattgefunden.) Syngenta wurde durch das Wachunternehmen über die Besetzung informiert und benachrichtigte gegen 9:00 Uhr Ortszeit die Polizeibehörden vor Ort. Syngenta wies das Wachunternehmen ausdrücklich an, dass die vier Wächter das Gelände umgehend und ohne Auseinandersetzung mit den Besetzern verlassen sollten.

Am gleichen Tag um etwa 13:00 Uhr Ortszeit kam es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen Mitgliedern der MST und Mitarbeitern des Wachunternehmens. Dabei wurden ein Wächter und ein Mitglied der MST getötet. Drei weitere Wächter und vier Mitglieder der MST erlitten Verletzungen. Dieser Vorfall wird derzeit von den Polizeibehörden untersucht.

Syngenta weist mit aller Entschiedenheit Anschuldigungen zurück, wonach das Wachunternehmen angewiesen worden sei, den Standort wieder in Besitz zu nehmen oder gar Gewalt anzuwenden. Syngenta verurteilt den Einsatz von Gewalt in jeder Form. Wir billigen die Vorgehensweise des Wachunternehmens nicht. Vielmehr hatten wir dem Wachunternehmen strikt untersagt, Waffen zu tragen oder gar einzusetzen. Unser Vertrag mit dem Wachunternehmen enthält eine klare Bestimmung, die bei der Bewachung und dem Schutz der Forschungsstation den Einsatz von Gewalt oder das Tragen von Waffen ausdrücklich verbietet. Dies entspricht den weltweit gültigen Sicherheitsrichtlinien von Syngenta.

Syngenta und ihre Vorgängerunternehmen tragen bereits seit 80 Jahren massgeblich zur Entwicklung der brasilianischen Landwirtschaft bei. Wir beschäftigen in Brasilien etwa 1'600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und geben jedes Jahr mehr als USD 3 Millionen für soziale Projekte im Land aus. Wir sind entschlossen, auch weiterhin unseren Beitrag zum nachhaltigen Wohl der Landwirtschaft und der brasilianischen Gesellschaft zu leisten.


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