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Integrierter Anbau

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Für die Entwicklung nachhaltiger Landwirtschaftssysteme ist ein ganzheitlicher Ansatz unumgänglich, der die besten Praktiken für den Anbau gesunder und profitabler Kulturen umfasst. Pflanzenschutzmassnahmen gehören dazu, da sie die Ergebnisse verbessern.

Syngenta versucht mehr und mehr, neben guter landwirtschaftlicher Praxis auch lokal angepasste Systeme, die sich vollständig in unser Produktportfolio bestehend aus Saatgut, Pflanzenschutzmitteln, biologischen Methoden und Biotechnologie, weiterzuentwickeln und so integrierte Lösungen anzubieten. Dies schliesst oft auch Schulungen ein, die vermitteln, wie unsere Produkte durch bessere Anwendung optimal genutzt werden oder welche neuen Ideen es für bessere Anbaumethoden gibt.

Es gibt drei Stufen des integrierten Managements, die an verschiedenen Stellen der landwirtschaftlichen Produktion den gleichen Grundprinzipien folgen:

  • IFM – Integrierte Betriebsführung (Integrated Farm Management): der Schwerpunkt liegt hier auf der gesamten landwirtschaftlichen Betriebsführung
  • ICM – Integrierter Anbau (Integrated Crop Management): der Schwerpunkt liegt hier auf dem Anbau spezieller Kulturen
  • IPM – Integrierter Pflanzenschutz (Integrated Pest Management): der Schwerpunkt liegt hier auf der Bekämpfung spezieller Schädlinge oder Krankheiten

Wirksames IPM und ICM beruht in weit stärkerem Mass auf der genauen Vorhersage von Gefahren und der Bewertung der besten Vorgehensweise. Um die Aufwendungen im Bereich Pflanzenschutz so sinnvoll wie möglich zu nutzen, sind neue Hilfsmittel zur Problemlösung und Entscheidungshilfe unerlässlich.

Die schnelle Verbreitung neuester Kommunikationsmittel wie Internet oder Mobiltelefone hat die Geschwindigkeit der Datenübermittlung revolutioniert. Informationen über bessere Methoden können nun blitzschnell auch an Landwirte in Afrika, Asien und Südamerika übermittelt werden. Mit SMS-Textnachrichten lassen sich Nachrichten per Tastendruck verbreiten.

Ziel all dieser Projekte ist die bessere Produktion hochwertiger landwirtschaftlicher Erzeugnisse, mehr Wohlstand für die Landwirte und praktikablere Massnahmen für eine umweltbewusste Landwirtschaft.

Case Studies
Expand Me Nützliche Räuber sparen Millionen

Die geschlossenen, kontrollierten Bedingungen in Gewächshäusern sind die ideale Umgebung für integrierten Anbau (ICM). Syngenta Bioline hat erstmals proaktive ICM-Techniken zur Überwachung der Schädlingsanzahlen bei einer Reihe kommerzieller Gewächshauskulturen eingeführt. Mit diesen lässt sich der optimale Zeitpunkt des Einsatzes von Syngenta’s biologischen Bekämpfungsmassnahmen bestimmen und ob erst Pflanzenschutzprodukte nötig sind.

Syngenta hat vor kurzem eine speziell für die frühzeitige Bestimmung des amerikanischen Weizenblasenfusses geeignete Pheromonfalle entwickelt. Dieser Schädling verursacht in ganz Europa an Schnitt- und Topfblumen, Tomaten und Paprika jährlich Schäden von über USD 120 Millionen. Die Fallen nutzen die Anziehungskraft sexueller Lockstoffe, um männliche und unbefruchtete weibliche Weizenblasenfüsse innerhalb von drei Tagen nach ihrem Auftreten anzulocken. So werden potenzielle Schädlingsprobleme schnell erkannt.

Bei kleinen Blasenfuss-Populationen können die Landwirte Amblyine™ auslegen. Die darin enthaltene Raubmilbe Amblyseius cucmerias sorgt dann wirksam für die Bekämpfung dieser schädlichen Fliegenart. Zeigen die Pheromonfallen jedoch einen massiven Blasenfuss-Befall, können die Kulturen zunächst durch Besprühen wieder unter Kontrolle gebracht werden, bevor sie mithilfe von Amblyine™ Blasenfuss-frei gehalten werden.

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Weitere Informationen zu biologischen Bekämpfungsmöglichkeiten mit Syngenta Bioline finden Sie auf der Website:
www.syngenta-bioline.co.uk
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Expand Me SIGNIA – eine Brücke zu GAP

Landwirte stehen unter wachsendem Druck. Ihre Produkte müssen nicht nur den hohen Anforderungen und Vorschriften der EurepGAP-Zulassung genügen, die Voraussetzung für den Zugang zu den wichtigen nordeuropäischen Märkten ist, sie müssen auch preiswerter als je zuvor produzieren. Der Anbau nach „Guter Landwirtschaftlicher Praxis“ (Good Agricultural Practice, GAP), der auch IPM und ICM umfasst, ist heute ein wesentlicher Bestandteil der Landwirtschaftssysteme.

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Syngenta hat in den vergangenen drei Jahren ein vollständig neues Protokoll für technische Hilfestellung und Beratung zum Einsatz seiner Produkte eingeführt. Die Kunden können die GAP-Anforderungen somit besser und wirtschaftlicher erfüllen. Dieses IPM/ICM-Unterstützungsprogramm wurde von Syngenta ursprünglich für Verbesserungen beim Weinanbau entwickelt und später auf Obst, Gemüse, Oliven und Getreide erweitert.

Das Programm – in dessen Rahmen nun Erzeugnisse mit dem Syngenta Markennamen SigniaTM produziert werden – umfasst auch breit angelegte Hilfe bei geschäftlichen oder umweltrelevanten Problemen, die den gesamten Betrieb betreffen. So sollen wirklich nachhaltige Systeme entstehen.

 

 

Expand Me Nachhaltige Lösungen für Kleinbauern

Für viele tausend kolumbianische Kleinbauern in der Hochlandregion Boyaca sind Kartoffeln das Haupt-Anbauprodukt. Nach jahrelangen häufigen Ernten in schneller Abfolge haben sich Schädlinge und Krankheiten so stark ausgebreitet, dass die Bauern in immer stärkerem Mass auf immer mehr Pflanzenschutzprodukte angewiesen sind, um noch wirtschaftlich sinnvolle Erträge in vermarktbarer Qualität zu erhalten.

potatos colombiaUm sicherzustellen, dass die Bauern im Rahmen eines angemessenen und nachhaltigen Landwirtschaftssystems produzieren, sie zu schulen und ihre neu erworbenen Fähigkeiten mit Billigung der lokalen Behörden zu zertifizieren, wurde das innovative PAS-Programm (Pequeño Agricultor Syngenta) ins Leben gerufen.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt hat sein Ziel, 45'000 Bauern gemäss dem vereinbarten Standard zu schulen, nahezu erreicht. Die Schulungen werden in der Regel in Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden und Bauernvereinigungen angeboten. Sie wenden sich an Kartoffel- und Mais-Kleinbauern, die typischerweise weniger als drei Hektar Land bewirtschaften.

Zu den Schulungsmitteln gehören Hefte, Poster und eine Reihe von Präsentationen für die Schulungssitzungen. Hinzu kommen bereitgestellte Schutzkleidung, kunststofflaminierte Karten, die die Bauern während der täglichen Arbeit an die wichtigsten Punkte erinnern sollen, sowie Anbauhilfen. Das Projekt eröffnet zertifizierten Bauern aus der Region die Möglichkeit, zertifizierte Ware zu verkaufen.

 

 

Expand Me Krankheitsmodelle helfen bei der Bekämpfung von Sojabohnenrost

Neue von Syngenta entwickelte Modelle zur Vorhersage von Krankheiten werden unerlässlich beim Kampf gegen den verheerenden Sojabohnenrost. Die Verluste aus dem ersten Ausbruch von Sojabohnenrost in den USA könnten sich laut Schätzungen des US-Landwirtschaftsministeriums auf bis zu USD 1.3 Milliarden belaufen. Für die Folgejahre wird ein Anstieg dieser Kosten auf USD 2 Milliarden prognostiziert, je nach Schwere des Befalls, Wetterbedingungen und der Fähigkeit der Farmer, die Krankheit zu bekämpfen.

Die Befürchtungen in den USA basieren auf den Erfahrungen der brasilianischen Bauern. Dort führt unbehandelter Sojabohnenrost bei den Pflanzen nach nur neun bis zehn Tagen zu vorzeitigem Blattabfall – und damit zu 60% bis 100% Ertragsausfall. Überall dort aber, wo die Landwirte frühzeitig und entschieden eingegriffen haben, konnte die Krankheit wirksam kontrolliert werden. Dank des Sentinel-Projekts werden in den Gebieten, in denen auf über 90% der Fläche Fungizidbehandlungen durchgeführt wurden, Sojabohnen-Rekordernten vorhergesagt.

Experten warnen, dass die Krankheit, nachdem sie erst einmal in den südlichen Bundesstaaten Fuss gefasst hat, von diesem Brückenkopf aus jede Saison mit dem Wind in Richtung Norden vorstossen wird. Da die Verhinderung einer Erkrankung nachweislich den einzigen wirksamen Schutz der Erträge darstellt, befasst sich Syngenta gemeinsam mit Forschern und Pflanzenpathologen aktiv mit der Überwachung der Pilzsporen und der Bewertung der Wetterbedingungen, die die Krankheit begünstigen könnten. Treffen beide Faktoren zusammen, erhalten die Landwirte eine Vorabwarnung und wissen, dass sie ihre Pflanzen schützen müssen.

Die Warnungen werden auf der Website www.soybeanrust.com veröffentlicht und können mithilfe moderner Mobilkommunikation auch direkt an die Landwirte geschickt werden.

Dank solcher Frühwarnungen vor drohender Infektionsgefahr können sie vorbeugende Fungizide gezielter und schwächer dosiert einsetzen. Wird erst die Erkrankung in ihrem Frühstadium im Bereich der unteren Blätter erkannt, sind höhere Dosierungen erforderlich und es müssen aggressivere kurative Fungizide eingesetzt werden. Hat sich die Erkrankung einmal in der Kultur etabliert, ist es für einen wirksamen Schutz von Blättern und Ernte zu spät.

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Sojabohnenrost kann die Kulturen praktisch über Nacht vernichten, wenn die Blätter nicht schon vor der Infektion geschützt werden. Die von Syngenta zur Überwachung aufgestellten Sporenfallen sind Teil eines wertvollen Frühwarnsystems für die Landwirtschaft.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website www.soybeanrust.com.

 

 

Expand Me Zielgerichteter Einsatz

Indem man sicherstellt, dass Pestizide ihr vorgesehenes Ziel erreichen, optimiert man nicht nur ihre Wirkung bei minimalem Chemikalieneinsatz sondern senkt auch das Risiko einer Umweltbelastung. Syngenta arbeitet gemeinsam mit Landwirten und Beratern an der Verbesserung der Spritztechniken auf allen Ebenen – von der Rückenspritze bis hin zur neuesten Hightech mit luftinduzierten Spritztechnik.

So hat Syngenta zum Beispiel in Marokko ein spezielles Programm für Anwendungsschulungen eingerichtet, das die dortigen Tomatenbauern beim Einhalten der strengen EurepGAP-Protokolle unterstützt. So können sie ihre Produkte auch in die lukrativen europäischen Märkte ausführen. Teil des Pakets war es auch, die Vorteile die richtigen Kalibrierung der Spritzen aufzuzeigen – also genau zu wissen, welche Menge gesprüht wird – und wie wichtig ein gleichmässiges Benetzen der Tomatenpflanzen ist. Diese beiden Aspekte sind entscheidend, wenn es darum geht, Pflanzenschutzrückstände nach der Ernte zu vermeiden.

Russische Apfelbauern im Süden des Landes stiessen bei der Bekämpfung von Apfelschorf, der die Erntequalität und den vermarktbaren Ertrag ernsthaft beeinträchtigte, auf immer grössere Probleme. Daher wurden Schulungstage für die Bauern organisiert, bei denen ihnen gezeigt wurde, wie sich der richtige Wartung der Spritzen, also Einstellung und Pflege – zusammen mit der richtigen Pflege der Bäume, wie dem Beschneiden – dramatisch auf die Verteilung des Spritzmittels auf den Pflanzen und damit auf die Wirksamkeit gegen den Apfelschorf auswirken konnte.

Dieses Schulungsprogramm hat zu Kosteneinsparungen – da durch den wirkungsvolleren Einsatz der Produkte gegebenenfalls wiederholte Anwendungen entfallen – und zu ertragsreicheren Ernten aufgrund hochwertigerer Erzeugnisse geführt.

Ausserdem können bessere Anwendungstechniken dazu beitragen, dass das Spritzmittel weniger verdriftet. Es bleibt also eine grössere Menge des Produkts auf den Pflanzen und sorgt so für die bestmögliche Wirkung. Die Umweltbeeinträchtigung ausserhalb der Kulturen lässt sich dadurch erheblich verringern.

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Mit neuen Hilfsmitteln wie wasserempfindlichem Papier und unter ultraviolettem Licht erkennbaren Tracern können die Syngenta-Anwendungsspezialisten verschiedene Spritztechniken innerhalb der Kulturen demonstrieren und dem Anwender helfen, bessere Ergebnisse zu erzielen.

 

 

Expand Me Wie wir Landwirten helfen die Verbrauchersicherheit zu erhöhen

    Syngenta Awards 2006

Seit 2006 gelten in Europa neue Lebensmittelgesetze mit niedrigeren Grenzwerten für die zulässige Konzentration von Mykotoxinen, die durch Schimmelpilze in pflanzlichen Lebensmitteln verursacht werden. Wissenschaftler von Syngenta in Frankreich haben ein spezielles Verfahren entwickelt, mit dem Landwirte dem Entstehen dieser Toxine in ihrem Getreide vorbeugen können. QUALIMÈTRE® von Syngenta ist weltweit das erste Modell, das die Konzentration von Mykotoxinen einen Monat vor der Ernte prognostiziert. Dadurch können Landwirte die erforderlichen Massnahmen ergreifen, um bei der Ernte Konzentrationen unter den gesetzlich vorgeschrieben Werten zu gewährleisten. Dies ist zugleich ein Garant für Getreidehändler und -verarbeiter. QUALIMÈTRE® wurde im Jahr 2006 auf 3,5 Mio. Hektar Getreide eingesetzt Die Syngenta Website bietet weitere Informationen zu diesem Verfahren.

 

 

 

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