Engagement in der Gesellschaft
Die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktivität ist ein Katalysator für die Entwicklung ländlicher Gemeinschaften. Syngenta hilft ländlichen Gemeinschaften durch konkrete Beiträge zur Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Lage der Landwirte, ihrer Familien und des sozialen Umfelds.
Viele Syngenta Programme für Gemeinschaften sind speziell auf lokale Bedürfnisse zugeschnitten und werden häufig von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf freiwilliger Basis initiiert und unterstützt.
Ein Grossteil der direkten
Zuwendungen für Gemeinschaften erfolgt durch die Syngenta Stiftung.
Beispiele aus der ganzen Welt stellen wir in diesem Bericht vor.
Eine Viertel- bis eine halbe Million Kinder erblindet jährlich durch
Vitamin-A-Mangel, was oft auch zu Todesfällen führt. Der sogenannte
Goldene Reis wurde durch biotechnologische Verfahren mit Provitamin A
angereichert um Menschen, denen keine abwechslungsreiche Kost aus Obst,
Gemüse und Tierprodukten zur Verfügung steht, eine günstige Quelle an
Provitamin-A in ihrem Grundnahrungsmittel zu bieten. Seit der Entdeckung
in den Neunziger Jahren, durch Professor Ingo Potrykus von der Eidgenössischen
Technischen Hochschule in Zürich und Professor Peter Beyer von der Universität
Freiburg, wurden die frühen Varianten des Reises durch Forscherinnen
und Forscher von Syngenta erfolgreich weiterentwickelt. Diese neuen Reissorten
mit einem erhöhten Gehalt an Provitamin-A können den täglichen Vitaminbedarf
decken. Im Jahr 2006 wurden diese Reissorten an Forscher in öffentlichen
Einrichtungen in Indien und auf den Philippinen übergeben.
In einer durch die Syngenta
Stiftung für Nachhaltige Landwirtschaft in den Philippinen unterstützten Kampagne haben über 650 freiwillige
Helferinnen und Helfer an 33 Aktionen zur Kontrolle von Unkräutern in
ländlichen Gemeinschaften rund um die Stadt Vigan teilgenommen. Ziel
dieser Massnahmen ist es, den Ausbruch von Denguefieber, das durch in
den Unkräutern brütende Mücken verbreitet wird, einzudämmen. Unkräuter
an Wegen, Strassen, Schulhöfen und öffentlichen Plätzen wurden unter
Verwendung des Syngenta Herbizids GRAMOXONE® entfernt. Die Folgen eines
Ausbruchs des Denguefiebers in einigen philippinischen Provinzen und
Teilen Manilas verdeutlichen die Dringlichkeit dieser Massnahmen.
Syngenta unterstützt die Landschule von Quino in der chilenischen Region Nr. IX mit Computern, baulichen Verbesserungen und der Entwicklung eines Plans zur Förderung akademischer, künstlerischer und sportlicher Leistungen. Neben Computern und anderen Geräten haben wir Preise für besondere Leistungen gespendet. Seit der Einführung des Programms im Jahr 2003 hat sich die Zahl der Teilnehmer verdoppelt, und auch die Prüfungsresultate haben sich markant verbessert.
Mitarbeitende am Syngenta Standort Bangpoo in Thailand pflanzten und
pflegten über 150 Bäume, die im Jahr 2006 im Rahmen des Projekts „Bäume
retten für eine nachhaltige Umwelt“ gepflanzt wurden. Der persönliche
Bezug zu den Bäumen soll bei den Mitarbeitenden – und durch sie auch
in den dortigen Gemeinden – eine Kultur der Fürsorge für die Umwelt fördern.
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Der Gesundheitsservice von Syngenta in Kolumbien bietet seit zehn Jahren Kindern in der bedürftigen Gemeinde Policarpa in der Nähe des Syngenta Werks in Cartagena Gesundheitschecks an und stellt Medikamente zur Verfügung. Die Mitarbeitenden im Gesundheitsservice haben allein in den vergangenen vier Jahren mehr als 1 100 Kinder untersucht. Seit 2004 umfasst das Programm auch Haarschnitte, Sehtests und Zahnkontrollen. |
Syngenta hilft dabei, die Cashew- Erträge in Südtansania zu steigern.
Cashewnüsse bilden hier die Lebensgrundlage für etwa 280000 Familien.
Das Fungizid THIOVIT® JET bekämpft echten Mehltau wirkungsvoll und ersetzt
Steinschwefel, der den Boden übersäuert. Im Jahr 2006 hat Syngenta drei
Brunnen gebaut, um den Wassermangel in der Gegend zu beheben und die
Anwendung von THIOVIT® Jet zu ermöglichen. Es wurden mehr als 30000 Setzlinge
und 500 Kilogramm Saatgut verteilt, um alte, ertragsschwache Bäume zu
ersetzen. Ausserdem wurden Schulungsveranstaltungen durchgeführt, um
die Anbaukenntnisse der Landwirte zu verbessern. Die Landwirte sind nun
in der Lage, ihre Wertschöpfung zu steigern, indem sie die Nüsse selbst
verarbeiten, anstatt sie unbehandelt zu exportieren.
Mitarbeitende von Syngenta in Brasilien beteiligten sich an mehreren
Initiativen, die das Ziel verfolgen, junge Menschen in der Stadt Paulinia
von Drogen fernzuhalten. Das Projekt „Apostando no Futuro“, gegründet
im Jahre 1991, hat sich zu einem breit gefächerten Lern- und Sportprogramm
entwickelt. Bislang hat es rund 29 000 Schüler von 7 bis 18 Jahren sowie
750 Lehrer erreicht. Syngenta wurde 2005 in Anerkennung ihres Beitrags
zu diesem Projekt vom örtlichen Rotary Club mit einer Ehrung für das
gesellschaftliche Engagement des Unternehmens ausgezeichnet.
Die Mitarbeiter unserer Pflanzenschutzentwicklung in Ecuador geben Insassen des Gefängnisses von El Rodeo Gelegenheit, neue Fähigkeiten zu erlernen und ihr Selbstwertgefühl aufzubauen. In Zusammenarbeit mit drei Insassen untersuchte das Team die Wirksamkeit von Pflanzenschutzprogrammen beim Anbau von Wassermelonen. Finanziert wird das Rehabilitationsprojekt mit dem Erlös der verkauften Produkte. Die am Projekt beteiligten Insassen haben inzwischen eigenes Land gepachtet, um ihre neuen Fähigkeiten als selbständige Züchter zu nutzen.
Für jede im Dorfladen verkaufte Packung mit Syngenta-Produkten spenden wir 2 Australische Dollar (AUD), um die Schliessung einer Vorschule in Ardlethan, einer kleinen Ortschaft im Bundesstaat New South Wales, zu verhindern. Der Ort liegt rund 500 Kilometer von Sydney und 100 Kilometer von der nächsten Stadt entfernt. Bis heute sind über AUD 17'000 zusammengekommen.
Syngenta Indien arbeitet eng mit der Syngenta Stiftung zusammen, um Leprapatienten und ihren Familien zu helfen. Unser Partner ist Maharogi Sewa Samiti (MSS), eine Hilfsorganisation, die für die Rehabilitation von Leprakranken sorgt und diesen hilft, das Stigma der Erkrankung zu überwinden und ein menschenwürdiges Dasein zu führen.
Die Landwirtschaft gehört zu den wichtigsten Beschäftigungsbereichen, die von MSS unterstützt werden. Viele der Patienten, die sich an MSS wenden, verfügen lediglich über landwirtschaftliche Grundkenntnisse und sind oft nicht sehr erfahren. Bei der gemeinsamen Feldarbeit mit Mitarbeitenden von Syngenta erlernten die Patienten modernere Landbautechniken.
Bei einem Pilotprojekt mit Hybridgemüse verbesserten sich Qualität und Menge derart, dass die Mitwirkenden ihr Einkommen verdoppeln konnten. MSS reinvestierte diese zusätzlichen Einkünfte in neue Hilfsprogramme und dehnte damit das Projekt auf die kommenden Jahre aus. Die Hilfsorganisation und die Patienten streben nun eine Zusammenarbeit mit Syngenta an, um alle Aspekte ihrer Landwirtschaft zu verbessern und nachhaltig zu gestalten. Sie haben zudem andere ortsansässige Bauern ermutigt, ihr Gemüse und andere Nutzpflanzen verstärkt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen anzubauen.
Im April 2006 machte ein verheerender Erdrutsch in der südphilippinischen Region Leyte Tausende von Bewohnern zu Obdachlosen, die seither auf die Versorgung mit Lebensmitteln, Trinkwasser und Kleidung angewiesen sind. Die Syngenta Philippines Foundation unterstützt die Wiederherstellung von 90 Hektar zerstörter Anbauflächen.
Freiwillige der Syngenta Philippines Foundation beteiligten sich zusammen mit Mitarbeitern des Philippinischen Roten Kreuzes, zivilen Helfern und weiteren Organisationen an der Nothilfe in der Region. Sie halfen bei der Verpackung von Rettungsgütern und beim Aufbau von vorübergehenden Zeltunterkünften für 5'000 Evakuierte.
Viele der Freiwilligen waren Farmer, die anderen, vom Erdrutsch betroffenen Farmern halfen. Dazu Edwin Pamonag, Einsatzleiter des Roten Kreuzes in Guinsaugon: „Für uns war die Reaktion dieser Farmer auf die Bedürfnisse der Angehörigen der Opfer nicht einfach nur eine gute Tat, sondern ein Akt der Solidarität und der Kameradschaft.“


