Forschung und Entwicklung

Die Wissenschaftler von Syngenta tragen durch neue Methoden der nachhaltigen Ertrags- und Qualitätssteigerung dazu bei, die Bedürfnisse von Landwirten zu erfüllen. Durch die Verbindung ihrer Expertise in Biowissenschaften, Chemie, Pflanzengenetik und Agronomie ist Syngenta einzigartig positioniert, um integrierte Lösungen für ihre Kunden zu entwickeln.

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) betrugen im Jahr 2010 über USD 1 Milliarde – dies unterstreicht die Führungsposition von Syngenta innerhalb der Branche. Fast 5 000 Mitarbeitende sind in F&E-Zentren und Feldstationen rund um den Globus beschäftigt, und das Unternehmen investiert weiter in die Entwicklung seiner Mitarbeiter, technisches Knowhow und externe Partnerschaften.

Globale Stärke

Syngenta hat eine integrierte F&E-Organisation, die das Wissen, die Fähigkeiten und die Ressourcen des Unternehmens nutzt, um die Probleme der Landwirte durch die Kombination von Saatgut-Genetik, Traits und Chemie zu lösen. Unsere globalen Plattformen für Produktsicherheit und Zulassung ermöglichen uns, schneller und effizienter neue Produkte zu entdecken, zu entwickeln und registrieren zu lassen. Die Zusammenarbeit erfolgt vermehrt im Rahmen von Netzwerken, um das Wissen zu wichtigen Themen voranzubringen und die Kenntnisse und Ideen aller Wissenschaftler von Syngenta zu nutzen.

In Europa sind durch die jüngsten Investitionen von Syngenta in ihre grossen Forschungsstandorte für Pflanzenschutz in Jealott’s Hill (Grossbritannien) und Stein (Schweiz) international anerkannte Kompetenzzentren entstanden. Hier bieten sich Landwirten und anderen Interessengruppen hervorragende Möglichkeiten, um aus erster Hand zu erleben, wie leistungsfähig das Produktangebot von Syngenta ist und welche Bedeutung die Technologien des Unternehmens haben, um die Herausforderungen zur Nahrungssicherheit zu bewältigen.

Mit dem schnellen Wachstum des Unternehmens in den Schwellenländern werden grosse potenzielle Chancen erkennbar. Syngenta hat durch die Ausweitung ihrer F&E-Aktivitäten und Partnerschaften in Asien, Lateinamerika und Osteuropa Zugang zu lokaler wissenschaftlicher Expertise und gewinnt dadurch wichtige Einblicke für zukünftiges Wachstum.

Der Syngenta-Standort in Goa (Indien) steht im Mittelpunkt unserer Bemühungen, die Entwicklung neuer Produkte durch engeres Zusammenwirken zwischen Chemikern in der Forschung und der Prozessentwicklung zu beschleunigen; Ende 2010 hat Syngenta den Ausbau dieses Standorts abgeschlossen. Zudem wird das Biotechnologiezentrum in Peking (China) ausgebaut, das sich schwerpunktmässig mit der Evaluierung von gentechnisch veränderten Traits in der Frühphase der Entwicklung befasst. In Singapur hat Syngenta ein neues Zentrum für Formulierung und Marker-unterstützte Züchtung eröffnet.

Integrierte Lösungen für spezifische Bedürfnisse

Im Jahr 2010 hat Syngenta neue innovative Technologien eingeführt: Dazu gehört die neue Trait-Technologie AGRISURE VIPTERA™ zur Kontrolle von Insekten im Maisanbau, die in den USA auf den Markt kam. Sie wurde mit dem renommierten Agrow Award in der Kategorie „Beste neuartige biotechnologische Entwicklung im Agrarbereich“ ausgezeichnet. In Grossbritannien wurde Isopyrazam, ein Getreidefungizid mit einer neuen Wirkungsweise für den Einsatz bei Winter- und Sommergerste, auf den Markt gebracht.

Die Wissenschaftler von Syngenta setzen sich dafür ein, Lösungen zu finden, die die Produktivität der weltweiten Landwirtschaft spürbar steigern können und die strengen Anforderungen unseres regulatorischen Umfelds erfüllen. Das wichtigste Ziel von Syngenta ist die Entdeckung und Entwicklung integrierter Produkte, die erstklassige Qualität und hohen Mehrwert bieten und den Bedürfnissen der Landwirte gerecht werden. So entwickelt das Unternehmen beispielsweise sich ergänzende Lösungen auf der Grundlage von Genetik, chemischen Lösungen zum Crop Enhancement und verbesserten agronomischen Praktiken, um eine effizientere Wassernutzung zu ermöglichen. Dies ist für die Landwirte eine zentrale Herausforderung, da sich die Konkurrenz um die Wasserressourcen mit zunehmendem Bevölkerungswachstum, steigender Urbanisierung und den Auswirkungen des Klimawandels verstärken wird.

In den USA hat Syngenta ihre erste dürretolerante Maissorte auf den Markt gebracht: AGRISURE ARTESIAN™ wurde durch Züchtung auf der Grundlage arteigener Traits entwickelt. Es ist das erste Produkt aus der pflanzengenetischen Forschung des Unternehmens – die sich sowohl mit gentechnischer Veränderung als auch mit konventionellen Methoden beschäftigt – , das die Ernteerträge auch bei Wasserknappheit schützt.

Bei Weizen zeigen Programme zum Einsatz von MODDUS® Ertragssteigerungen von 15 bis 25 Prozent, gleichzeitig sank der Wasserbedarf um 15 Prozent. Beim Einsatz des Saatgutbehandlungsmittels CRUISER® in Soja zeigt sich die vitalitätssteigernde Wirkung in kräftigeren Wurzeln und schnellerer Entwicklung der Pflanzendecke, was zu höheren Ernteerträgen führt. Der in CRUISER® enthaltene Wirkstoff Thiamethoxam aktiviert Prozesse, die Pflanzen widerstandsfähiger gegen verschiedene abiotische Stressfaktoren wie zum Beispiel Trockenheit machen.

Die Pipelines von Syngenta umfassen ein breites Spektrum chemischer sowie biotechnologischer Lösungen, die stufenweise in den ganzheitlichen Ansatz des Unternehmens für die einzelnen Nutzpflanzen integriert werden. Die aktuelle Pipeline von Crop Protection mit einem Umsatzpotenzial von mehr als USD 2 Milliarden erstreckt sich auf alle wichtigen Produktelinien. Im Jahr 2011 wird die erste Zulassung von Sedaxane erwartet, einem breit wirksamen Fungizid zur Saatgutbehandlung. Es schützt gegen Pflanzenkrankheiten, die bei einer Reihe von Nutzpflanzen schwer zu kontrollieren sind.

Die Pipeline für Maissaatgut hat ein Umsatzpotenzial von über USD 2 Milliarden. Sie umfasst ein breites Spektrum biotechnologischer und arteigener Traits, die fortlaufend von genetischen Verbesserungen begleitet werden. Zum Jahresende 2011 ist, vorbehaltlich der Zulassung durch die Behörden, die Einführung von Stack-Optionen zur Reduktion von Ausweichflächen für Mais geplant. Zudem wurde die Deregulierung von unseren Maiswurzelbohrer- Trait der zweiten Generation beantragt, der 2014 auf den Markt kommen soll. Dieser verfügt über eine neuartige Wirkungsweise und zeigt in Feldstudien hervorragende Ergebnisse.

Mitarbeitende und Partner

Das Wissen und Engagement unserer Mitarbeitenden hat einen hohen Stellenwert. Zudem sind wir uns bewusst, wie wichtig die persönliche Weiterentwicklung für alle unsere Mitarbeitenden ist. Als ein Innovationsführer ist Syngenta ein attraktiver Arbeitgeber für erstklassige Wissenschaftler aus aller Welt – und die zentrale Stellung der Mitarbeitenden im Unternehmen findet zunehmend auch extern Anerkennung. In der „2010 Top Employer“-Umfrage des „Science“- Magazins und der American Association for the Advancement of Science erreichte Syngenta von 575 Unternehmen den siebten Platz.

Innovation ist von entscheidender Bedeutung für das Wachstum von Syngenta. Das Unternehmen richtet seinen Blick nach aussen, um neue Chancen zu erkennen und interne Fähigkeiten zu ergänzen. Syngenta unterhält verschiedene Kooperationen mit Universitäten und Agrarinstituten weltweit. Wir haben beispielsweise das University Innovation Center am Imperial College in London (Grossbritannien) aufgebaut, das eine Schaltstelle für die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Systembiologie ist. In den ersten Projekten lagen die Schwerpunkte auf prädiktiver Toxikologie sowie der Qualität und dem Geschmack von Tomaten.

Vor kurzem ist Syngenta eine öffentlich-private Partnerschaft mit dem International Maize and Wheat Improvement Center (CIMMYT) eingangen, um die Entwicklung neuer Technologien für Getreide zu fördern. In ähnlicher Weise arbeitet das Unternehmen mit dem International Rice Research Institute (IRRI) zusammen, um produktivitätshemmende Faktoren im Reisanbau zu reduzieren. Diese Beispiele zeigen, wie engagiert sich Syngenta dafür einsetzt, effektive Lösungen zur Verbesserung der weltweiten Nahrungssicherheit zu entwickeln.

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